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Knesset
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Die Knesset (Ivrit ×Ö°Öź× Öś×ĄÖś×Ş âVersammlungâ) ist das Einkammerparlament des Staates Israel in GivĘżat Ram, Jerusalem. Es besteht aus 120 Abgeordneten, die fĂźr eine Legislaturperiode von vier Jahren nach dem Verhältniswahlrecht bei einer Sperrklausel von 3,25 Prozent gewählt werden. Die Knesset trat am 14. Februar 1949 zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Die Wahl zur 25. Knesset fand am 1. November 2022 statt.
Contents
⢠Vorgeschichte
⢠Wahlsystem
⢠Beth ha-Knesset
⢠2020â2022
⢠2010â2019
⢠2000â2009
⢠1990â1999
⢠1980â1989
⢠1970â1979
⢠1960â1969
⢠1950â1959
⢠1948â1949
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Vorgeschichte
Der Name Knesset und die Zahl von 120 Abgeordneten leiten sich von der Knesset Ha-Gdola ab, der GroĂen Versammlung, wie sie in der Bibel im Buch Nehemia beschrieben wird. Diese jĂźdische Ratsversammlung tagte im 5. Jahrhundert v. Chr. unter Esra und Nehemia in Jerusalem, das heiĂt nach der RĂźckkehr der Juden aus dem Babylonischen Exil.
Organisation und Gepflogenheiten der Knesset sind stark von den Zionistischen Weltkongressen der World Zionist Organization beeinflusst. Anleihen wurden auch beim Parlament Palästinas des Jischuv während der Mandatszeit genommen; auĂerdem diente das britische Unterhaus als Vorbild fĂźr die Geschäftsordnung.
Der provisorische Staatsrat nahm am 14. Mai 1948, dem Tag der Unabhängigkeitserklärung, seine Tätigkeit auf. Er diente als Legislative und Exekutive, bis Wahlen abgehalten werden kÜnnten. Der provisorische Staatsrat bestand aus 38 Mitgliedern und 27 Stellvertretern, sein Präsident war Chaim Weizmann. Auch wurde eine provisorische Regierung unter David Ben-Gurion gebildet.
Der Unabhängigkeitskrieg verhinderte zunächst die geplanten Wahlen, die erst am 25. Januar 1949, also neun Monate nach der Unabhängigkeitserklärung, abgehalten wurden.
Am 15. Schewat 5709, am Tu biSchevat, dem Neujahrsfest der Bäume nach dem jĂźdischen Kalender, das ist der 14. Februar 1949, trat schlieĂlich die Verfassunggebende Versammlung zusammen. Sie wählte Yosef Sprinzak zu ihrem Präsidenten. Am 16. Februar gab sich die Versammlung den Namen âKnessetâ.
Wahlsystem
Die 120 Abgeordneten werden auf vier Jahre gewählt. Wahlberechtigt ist jeder Bßrger, der älter als 18 Jahre ist. Gewählt werden kann man ab Vollendung des 21. Lebensjahres. Seit 1985 ist gesetzlich festgelegt, dass niemand gewählt werden kann, der das Existenzrecht Israels verneint oder rassistische Positionen einnimmt. Am 31. Oktober 2007 beschloss die Knesset ein Gesetz, wonach das passive Wahlrecht entzogen werden kann, wenn ein feindliches Land ohne Erlaubnis besucht wurde.
Das ganze Land bildet einen gemeinsamen Wahlkreis. Die meisten Parteien halten Vorwahlen ab. Parteien, welche die am 11. März 2014 von 2 % auf 3,25 % erhĂśhte Sperrklausel Ăźberwinden,cite-ref-1[1] erhalten nach den Prinzipien der Verhältniswahl aus einer starren Liste Sitze nach dem Divisorverfahren mit Abrundung zugeteilt. Dieses HĂśchstzahlverfahren nach DâHondt heiĂt in Israel Bader-Ofer-Methode.cite-ref-2[2]
Parteien kĂśnnen Listenverbindungen eingehen, an denen nicht mehr als zwei Listen beteiligt sein dĂźrfen. In diesem Fall werden ihre Stimmen fĂźr die Sitzverteilung zusammengezählt, sofern beide die Sperrklausel Ăźberwinden. Innerhalb der Listenverbindung werden die Sitze nach dem Bader-Ofer-Verfahren (DâHondt-Verfahren) verteilt.
Die niedrige Sperrklausel, die bis 1988 nur 1 Prozent, von 1992â2003 1,5 Prozent und 2006â2013 2 Prozent betrug, bewirkt, dass im israelischen Parlament viele und heterogene Parteien vertreten sind. Meist sind mehr als zehn Listenverbindungen in der Knesset vertreten. Nur einmal, in der achten Knesset von 1973 bis 1977, gab es lediglich neun Fraktionen.
Die Knesset wird turnusgemäà alle vier Jahre neu gewählt. Vorzeitige Neuwahlen kÜnnen abgehalten werden, wenn sich das Parlament mit einem Sondergesetz mit einfacher Mehrheit selbst auflÜst und einen neuen Wahltermin festsetzt, wenn das Haushaltsgesetz nicht innerhalb einer festgelegten Frist verabschiedet wird oder wenn der Staatspräsident auf Empfehlung des Premierministers das Parlament auflÜst.
Wahlergebnisse und Sitzverteilungen
⢠Wahlergebnisse: â Hauptartikel: Parlamentswahlen in Israel
⢠Sitzverteilung nach Sitzungsperioden und Parteien: â Hauptartikel: Liste der Knesset-Abgeordneten
Kompetenzen und Gesetzgebungstätigkeit
Die Knesset verfßgt ßber ein SelbstauflÜsungsrecht und kann andererseits eine Verlängerung der Legislaturperiode bestimmen. Die Knesset wählt den Staatspräsidenten und den Ombudsmann und kann beide gegebenenfalls abwählen.
Die Knesset arbeitet in Plenarsitzungen und in zwÜlf ständigen Ausschßssen:
⢠Hausausschuss
⢠Ausschuss fĂźr AuĂenpolitik und Sicherheit
⢠Haushaltsausschuss
⢠Wirtschaftsausschuss
⢠Ausschuss fßr Inneres und Umweltschutz
⢠Erziehungs- und Kulturausschuss
⢠Arbeits- und Sozialausschuss
⢠Verfassungs- und Rechtsausschuss
⢠Ausschuss fßr Einwanderung und Eingliederung
⢠Staatskontrollausschuss
⢠Ausschuss gegen Drogenmissbrauch
⢠Ausschuss fßr die Verbesserung der Stellung der Frau
In den Plenarsitzungen werden Debatten ßber die Arbeit der Regierung gefßhrt und ßber die eingebrachten Gesetzesvorlagen beraten. Die Debatten der Knesset werden grundsätzlich auf Hebräisch, auf Wunsch aber auch in arabischer Sprache gefßhrt, eine Simultanßbersetzung steht zur Verfßgung.
Um Gesetzeskraft zu erlangen, muss ein Gesetzentwurf drei Lesungen in der Knesset passieren. Jedes Knessetmitglied, die Regierung sowie die Knesset-AusschĂźsse kĂśnnen Gesetze ins Parlament einbringen. Initiativen einzelner Abgeordneter mĂźssen vorher eine zusätzlich vorbereitende Lesung passieren. Während der ersten Lesung wird der Gesetzentwurf den Abgeordneten in der Plenarsitzung unterbreitet. Danach schlieĂt sich eine kurze inhaltliche Debatte an, nach der der Entwurf an den zuständigen Knesset-Ausschuss Ăźberwiesen wird. Dort wird er ausfĂźhrlich diskutiert und gegebenenfalls neu gefasst. Wenn der Ausschuss seine Arbeit abgeschlossen hat, kommt der Entwurf zu einer zweiten Lesung in die Plenarsitzung zurĂźck. Ausschussmitglieder, die Einwände gegen den Entwurf haben, kĂśnnen diese in der Plenarsitzung zur Sprache bringen. Nach einer allgemeinen Debatte wird Ăźber jeden Artikel des Gesetzentwurfs abgestimmt. Falls die Gesetzesinitiative nicht an den Ausschuss zurĂźckverwiesen wird, folgt unmittelbar danach die dritte Lesung, in der Ăźber den Gesetzentwurf als Ganzes abgestimmt wird. Wird der Gesetzentwurf angenommen, wird er zuerst vom Parlamentspräsidenten unterzeichnet. AnschlieĂend erfolgt die Unterzeichnung durch den Präsidenten, den Premierminister und den verantwortlichen Minister. Danach wird sie im Regierungsbulletin verĂśffentlicht und zuletzt vom Justizminister ausgefertigt.
Gegen ein beschlossenes Gesetz kann vor dem Obersten Gerichtshof Klage erhoben werden. Das Oberste Gericht prĂźft die VerfassungsmäĂigkeit eines Gesetzes und kann es gegebenenfalls fĂźr ungĂźltig erklären.
Mitglieder der Knesset
Die Abgeordneten der Knesset besitzen lebenslang persÜnliche Immunität vor Strafverfolgung. Während ihrer Amtszeit darf auch ihr Haus bzw. die Bßroräume nicht durchsucht werden, mit Ausnahme von Zollkontrollen. Sie sind auch vor Festnahmen geschßtzt, es sei denn, sie begehen ein Gewaltverbrechen, RuhestÜrung oder Landesverrat. Die Immunität kann von der Knesset aufgehoben werden.
Ein Mitglied der Knesset kann sein Mandat niederlegen. Seinen Rßcktritt muss es dem Parlamentspräsidenten schriftlich mitteilen. Der Rßcktritt wird 48 Stunden nach der Vorlage beim Parlamentspräsidenten gßltig, es sei denn, er wird vorher schriftlich widerrufen. Die Knesset kann mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit einem verurteilten Abgeordneten sein Mandat entziehen, wenn er zu einer mindestens einjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Ausgeschiedene Mitglieder werden durch Kandidaten der gleichen Partei ersetzt.
Die Abgeordneten dßrfen während ihrer Amtszeit keine geschäftliche oder berufliche Tätigkeit ausßben.
Siehe auch
:
Liste der Knesset-Abgeordneten
Parlamentspräsident
Die Sitzungen der Knesset werden vom Parlamentspräsidenten (âSprecherâ) geleitet. Dieser wird in der ersten Sitzung nach einer Wahl von den Mitgliedern der Knesset gewählt. Er fĂźhrt die Geschäfte der Knesset, legt ihre Tagesordnung fest, vertritt sie nach auĂen und wacht Ăźber die Einhaltung der Geschäftsordnung. Der Parlamentspräsident oder einer seiner Stellvertreter leiten die Sitzungen des Plenums, setzen Abstimmungstermine an und stellen Abstimmungsergebnisse fest. In Abwesenheit des Staatspräsidenten Ăźbernimmt der Parlamentspräsident dessen Funktionen.cite-ref-3[3]
Parlamentsgebäude
Beth ha-Knesset
Die Knesset hält ihre Sitzungen in einem eigenen Gebäude, dem Beth ha-Knesset, hebräisch fĂźr Haus der Versammlung im Jerusalemer Stadtteil GivĘżat Ram ab. Der Standort des Parlaments fuĂt auf städtebaulichen Planungen fĂźr ein israelisches Regierungsviertel, die auf den nach Heinz Rau benannten âRau-Planâ von 1949 zurĂźckgehen. Das Gebäude wurde von dem Architekten Joseph Klarwein geplant und ist seit dem 30. August 1966 der Sitz des Parlaments. Finanziert wurde das Gebäude vom Baron-James-de-Rothschild-Fonds. Es wurde auf geleasten Boden des griechisch-orthodoxen Patriarchats Jerusalem gebaut.cite-ref-7[7] Der typische 1960er-Jahre-Bau verbindet konstruktivistische Elemente mit wenigen klassizistischen Elementen. Der quadratische Säulenbau ist aus Beton und dem rĂśtlichen Jerusalemer Stein gebaut. Das Innere des Gebäudes wurde von Dora Gad recht schlicht gehalten.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Chagall-Saal: Marc Chagall entwarf auf Einladung von Kadish Luz, dem damaligen Parlamentspräsidenten der Knesset, drei groĂe Wandteppiche (in den MaĂen 5,50 mal 4,80 Meter fĂźr die beiden kleineren äuĂeren und 9,50 mal 4,80 Meter fĂźr den mittleren Teppich), auf denen er biblische und moderne Themen aus der Geschichte des jĂźdischen Volkes behandelt. UrsprĂźnglich waren Fenster ähnlich denen im Medizinischen Hadassah-Zentrum in En Kerem geplant, Chagall bot jedoch an, Teppiche zu fertigen, obwohl er mit so einem Material bis dato noch nie gearbeitet hatte. Als Titel schlug Chagall âThe End of Daysâ, âMoses, King David and the Dispersionsâ sowie âThe Rebirth of the State of Israelâ vor und Kadish Luz nannte Chagall Verse aus der Bibel, die er sich verarbeitet wĂźnschte. Viele dieser Verse tauchen in den Motiven der Wandteppiche auf, die heute die Namen âIsaiaâs Visionâ bzw. âPeaceâ, âThe Exodus from Egyptâ und âThe Entry to Jerusalemâ bzw. âReturn to Zionâ tragen. Die EntwĂźrfe fĂźr die Wandteppiche waren von Chagall 1963 beziehungsweise 1964 fertiggestellt worden, die darauffolgende AusfĂźhrung wurde vom Pariser âAtelier de la Manufacture des Gobelinsâ Ăźbernommen und 1968 abgeschlossen. Das Motiv des Wandteppichs mit dem Titel âIsaiaâs Visionâ wurde mit nur minimalen Abweichungen fĂźr ein Glasfenster des UNO-Gebäudes in New York Ăźbernommen.
In dem Saal befindet sich zudem ein Wandmosaik Chagalls, das von italienischen KĂźnstlern mit israelischen und italienischen Natursteinen umgesetzt wurde, sowie mehrere Bodenmosaike Chagalls. In diesem Saal ist auch eine Kopie der israelischen Unabhängigkeitserklärung zu besichtigen. Im gesamten Gebäude sind Schwarz-WeiĂ-Photographien des offiziellen Photographen der Knesset David Rubinger, ausgestellt.
Vor der Knesset steht ein groĂer, bronzener siebenarmiger Leuchter â die Knesset-Menora. Entworfen wurde sie von Benno Elkan. Die fast fĂźnf Meter hohe und 4 Tonnen schwere Menora war ein Geschenk des britischen Parlaments. Auf seinen sieben Armen sind 29 wichtige Themen und Ereignisse der jĂźdischen Geschichte dargestellt.
Im Jahr 1992 wurde ein weiterer FlĂźgel angebaut, der vor allem im Untergrund liegt, um das Gesamtbild nicht zu stĂśren. Von 2005 bis 2008 wurde ein weiterer Anbau errichtet.cite-ref-8[8]
Am 30. März 2015 wurden die rund 1500 Solarmodule auf dem Dach der Knesset offiziell in Betrieb genommen. Die Solarzellengruppe produziert 10 % des bisherigen Bedarfs an Elektrizität fĂźr die Knesset. Zusammen mit weiteren MaĂnahmen des Projekts der âGreen Knessetâcite-ref-9[9] wie der Installation von LED-Leuchtmitteln, der Kopplung von KĂźhlanlagen mit Warmwassererhitzern, der Verwendung des Abwassers zur Gartenbewässerung und eine allgemeine Ăberarbeitung des Bewässerungssystems, soll der Energiebedarf um ein Drittel sinken. Neben der finanziellen Ersparnis von jährlich rund 1,5 Millionen Schekel (344.000 Euro) wird das Parlament durch diese MaĂnahmen seinen CO2-FuĂabdruck erheblich verkleinern.cite-ref-10[10]
FrĂźhere Versammlungsorte
Die erste Sitzung der konstituierenden Versammlung ab 14. Februar 1948 wurde im Gebäude der Jewish Agency in Jerusalem abgehalten. Zwischen dem 8. März 1949 und dem 14. Dezember 1949 kam man kriegsbedingt in verschiedenen Sälen in Tel Aviv zusammen. Vom 26. Dezember 1949 bis zum 8. März 1950 war wieder der Sitz der Jewish Agency in Jerusalem der Versammlungsort der Knesset. Bevor man am 30. August 1966 das neue Gebäude in Giwat Ram (Jerusalem) bezog, war das Froumine-Haus in der King George Street in Jerusalem fßr mehr als 16 Jahre die Heimat des Parlaments.cite-ref-11[11]
Bedeutende Ereignisse in der Knesset
2020â2022
⢠1. November 2022: Wahl zur 25. Knesset.
⢠30. Juni 2022: AuflÜsung der Knessetcite-ref-zeit-2022-06-30-12-0[12]
⢠23. März 2021: Wahl zur 24. Knesset.
⢠23. Dezember 2020: Weil sich die Regierungskoalition (Kabinett Benjamin Netanjahu V) bis zum Ablauf des 22. Dezember 2020 nicht auf einen Haushalt einigen kann, wird das Parlament um Mitternacht automatisch aufgelÜst und Neuwahlen am 23. März 2021 werden anberaumt.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14]
⢠2. März 2020: Wahl zur 23. Knesset.
2010â2019
⢠17. September 2019: Wahl zur 22. Knesset.
⢠9. April 2019: Wahl zur 21. Knesset.
⢠17. März 2015: Wahl zur 20. Knesset.
⢠10. Juni 2014: Wahl von Reuven Rivlin zum 10. Präsidenten.
⢠22. Januar 2013: Wahl zur 19. Knesset.
2000â2009
⢠10. Februar 2009: Wahl zur 18. Knesset.
⢠18. März 2008: Mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht erstmals ein ausländischer Regierungschef in der Knesset.
⢠3. Dezember 2007: Gedenksitzung zum 60. Jahrestag des UN-Teilungsplan.
⢠13. Juni 2007: Wahl von Schimon Peres zum 9. Präsidenten.
⢠22. April 2007: Das Knessetmitglied Azmi Bischara von der Balad Partei reicht seinen Rßcktritt ein, nachdem er am 8. April 2007 das Land verlassen hatte. Er soll während des 2. Libanonkriegs Spionage betrieben haben.
⢠29. Januar 2007: Die Knesset bestätigt die erste Ernennung eines arabischen Ministers: Raleb Majadele wird Minister ohne Geschäftsbereich.
⢠28. März 2006: Wahl zur 17. Knesset.
⢠23. November 2005: Ministerpräsident Scharon und 13 weitere Knessetmitglieder verlassen den Likud und grßnden die Partei Kadima.
⢠2. Februar 2005: Bundespräsident Horst KÜhler spricht aus Anlass des 40. Jahrestages diplomatischer Beziehungen in der Knesset.
⢠29. Juni 2004: Die Knesset erklärt den 10. Ijar, den Geburtstag Theodor Herzls, zum offiziellen Herzl-Tag.
⢠28. Januar 2003: Wahl zur 16. Knesset.
⢠17. Oktober 2001: Das Knessetmitglied Rechawâam Zeâewi wird von Terroristen der Volksfront fĂźr die Befreiung Palästinas ermordet.
⢠16. September 2001: Gedenksitzung fßr die Opfer der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA.
⢠7. März 2001: Grundgesetzänderung: Abschaffung der Direktwahl des Ministerpräsidenten.
⢠31. Juli 2000: Wahl von Mosche Katzav zum 8. Präsidenten.
⢠25. Mai 2000: Plenarsitzung in Rosh Pina aus Solidarität mit den Einwohnern Nordisraels und den Soldaten an der Grenze zum Libanon.
⢠16. Februar 2000: Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau spricht als erster deutscher Politiker in der Knesset. Es ist zugleich die erste auf Deutsch gehaltene Rede.
1990â1999
⢠17. Mai 1999: Wahl zur 15. Knesset.
⢠29. Mai 1996: Wahl zur 14. Knesset.
⢠4. November 1995: Ermordung von Ministerpräsident Jitzchak Rabin.
⢠23. September 1993: Zustimmung zur Vereinbarung der palästinensischen Autonomie mit 61 Ja- und 50 Nein-Stimmen bei acht Enthaltungen.
⢠13. Mai 1993: Wahl von Ezer Weizmann zum 7. Präsidenten.
⢠23. Juni 1992: Wahl zur 13. Knesset.
⢠18. März 1992: Grundgesetzänderung: Direktwahl des Ministerpräsidenten.
⢠17. März 1992: Grundgesetzänderung: Freiheit der Berufswahl, Schutz der Menschenwßrde.
⢠20. Mai 1991: Der polnische Staatspräsident Lech WaĹÄsa spricht vor der Knesset und bittet um Verzeihung fĂźr das Verhalten des polnischen Volkes während des Holocaust.
1980â1989
⢠1. November 1988: Wahl zur 12. Knesset.
⢠15. Februar 1988: Grundgesetzänderung: Ombudsmann.
⢠31. Juli 1985: Grundgesetzänderung: Parteien kÜnnen von Wahlen ausgeschlossen werden, wenn sie die Existenz des Staates Israel angreifen, seine demokratische Verfasstheit bekämpfen oder zum Rassismus anstiften.
⢠23. Juli 1984: Wahl zur 11. Knesset.
⢠22. März 1983: Wahl von Chaim Herzog zum 6. Präsidenten.
⢠4. März 1982: Präsident François Mitterrand spricht in der Knesset.
⢠14. Dezember 1981: Annexion der GolanhÜhen.
⢠30. Juni 1981: Wahl zur 10. Knesset.
⢠12. Januar 1981: Der Beduine Scheich Hamad Abu Rabiah, Mitglied der Knesset fĂźr die âVereinigte arabische Listeâ, wird ermordet.
⢠13. Dezember 1980: Grundgesetzänderung: Status von Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt des Staates Israel.
1970â1979
⢠21. März 1979: Die Knesset stimmt nach einer 28-stĂźndigen Debatte mit 95 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen fĂźr den Friedensvertrag vom Camp David mit Ăgypten.
⢠20. November 1977: Der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat spricht in der Knesset.
⢠17. Mai 1977: Wahl zur neunten Knesset.
⢠11. November 1975: Der Parlamentspräsident spricht in der UN-Generalversammlung und verurteilt die Resolution 3379 vom 10. November 1975, in der der Zionismus als Rassismus verurteilt wird. Die Resolution 3379 wird erst am 16. Dezember 1991 zurßckgenommen.
⢠3. Mai 1975: Palästinensische Guerillas feuern zwei Raketen auf das Gebäude der Knesset. Bei dem Anschlag wird niemand verletzt, es entsteht nur geringer Sachschaden.
⢠20. Mai 1974: Gedenksitzung fßr die 22 Opfer des Maalot-Anschlags.
⢠31. Dezember 1973: Wahl zur achten Knesset.
⢠10. April 1973: Wahl von Ephraim Katzir zum 4. Präsidenten.
⢠12. September 1972: Gedenksitzung fßr die elf Opfer der Entfßhrung bei den olympischen Spielen in Mßnchen.
⢠18. Mai 1970: David Ben Gurion legt sein Mandat nieder.
⢠3. Februar 1970: Gesetzliche Festlegung: Jude ist, wer von einer jßdischen Mutter geboren ist oder der zum Judentum ßbergetreten ist und nicht einer anderen Religion angehÜrt.
1960â1969
⢠28. Dezember 1969: Wahlen zur siebten Knesset.
⢠18. Juni 1969: Der nach Marc Chagall benannte Chagall-Saal in der Knesset wird erÜffnet.
⢠25. November 1968: Gedenksitzung fßr die 12 Opfer des Terroranschlags auf den Mahane Yehuda Market in Jerusalem.
⢠27. Juni 1967: Die Knesset beschlieĂt Gesetze zur Vereinigung Jerusalems und zum Schutz der heiligen Stätten.
⢠12. Juni 1967: 1. feierliche Sitzung der Knesset im wiedervereinten Jerusalem.
⢠20. August 1966: Mit einem Staatsakt wird das neue Gebäude der Knesset im Jerusalemer Stadtteil Givat Ram erÜffnet.
⢠1. November 1965: Wahlen zur sechsten Knesset.
⢠16. März 1965: Die Knesset stimmt der Entscheidung der Regierung zu, diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen.
⢠8. Juli 1964: Feierliche Sitzung der Knesset zu Ehren von Zeev Jabotinsky und seiner Frau, die in Jerusalem ihre endgßltige Ruhestätte finden.
⢠21. Mai 1963: Wahl von Zalman Schazar zum 3. Präsidenten.
⢠12. Februar 1962: Finanzminister Levi Eshkol kßndigt eine Stabilisierung der Wirtschaft an, zentraler Punkt ist eine Abwertung des Schekels um 70 Prozent.
⢠15. August 1961: Wahlen zur fßnften Knesset.
⢠21. Dezember 1960: In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage bestätigt die Regierung, dass sie den Bau eines Kernreaktors fßr Forschungszwecke genehmigt hat.
⢠25. Juli 1960: Grundgesetzänderung: Landbesitz.
⢠9. Mai 1960: Eine feierliche Sitzung zu Ehren des 100. Geburtstags von Theodor Herzl.
1950â1959
⢠3. November 1959: Wahlen zur vierten Knesset.
⢠14. Oktober 1958: Grundsteinlegung fßr das neue Gebäude der Knesset.
⢠22. April 1958: Feierliche Sitzung zur zehnjährigen Unabhängigkeit.
⢠12. Februar 1958: Grundgesetzänderung: Knesset.
⢠29. Oktober 1957: Ein geistig gestĂśrter Mann, dessen Motiv unbekannt ist, warf eine Handgranate ins Plenum der Knesset. Religionsminister Moshe Shapiro wurde schwer verletzt, der Ministerpräsident David Ben-Gurion und die Minister Golda Meir und Moshe Carmel wurden ebenfalls verletzt. Das Ereignis fĂźhrte zur GrĂźndung eines Sicherheitsdienstes im Jahr 1959, strengeren SicherheitsmaĂnahmen und dem Einbau eines Schutzglases.
⢠12. Dezember 1956: Der Ministerpräsident berichtet in der Knesset ßber das Kafr Qasim.
⢠15. April 1956: Die Menora-Skulptur des jßdischen Bildhauers Beno Elkan wird vor der Knesset aufgestellt.
⢠26. Juli 1955: Wahlen zur 3. Knesset.
⢠21. Februar 1955: Nach dem Rßcktritt von Pinchas Lawon als Verteidigungsminister kehrt David Ben-Gurion als sein Nachfolger in die Politik zurßck.
⢠13. Dezember 1954: Ministerpräsident Moshe Sharett berichtet der Knesset Ăźber die ErĂśffnung eines Verfahrens in Ăgypten gegen 13 jĂźdische Personen, die wegen Spionage und einer Serie von Bombenanschlägen in Kairo und Alexandria â der Beginn der Lawon-Affäre.
⢠11. August 1954: Die Knesset hebt zum ersten Mal die Immunität eines ihrer Mitglieder auf. Shlomo Lavie von der Mapai war an einem Verkehrsunfall beteiligt, bei dem ein Mann getÜtet wurde.
⢠8. Dezember 1952: Wahl von Jizchak Ben Zwi zum 2. Präsidenten.
⢠21. Januar 1952: Menachem Begin wird wegen seiner Teilnahme an den Demonstrationen gegen die Aufnahme von Verhandlungen ßber Wiedergutmachungen mit Deutschland von den Sitzungen der Knesset fßr 3 Monate ausgeschlossen.
⢠9. Januar 1952: Die Knesset beschlieĂt die Aufnahme von Verhandlungen mit der Regierung der Bundesrepublik Deutschland Ăźber Reparationen fĂźr die Aufnahme, die Eingliederung und die medizinische Versorgung fĂźr vom NS-Regime verfolgte Juden. Die Debatte findet nach wĂźtenden Protesten auĂerhalb des Knesset-Gebäudes statt.
⢠30. Juli 1951: Wahlen zur 2. Knesset.
⢠5. Juli 1950: Verabschiedung des Rßckkehrgesetzes, das jedem Juden das Recht auf Einwanderung nach Israel gibt.
⢠13. Juni 1950: Annahme der Hariri Resolution, mit ihr soll eine Verfassung in Form von einzelnen Grundgesetzen aufgebaut werden.
⢠13. März 1950: Zum ersten Mal fand eine Sitzung der Knesset in der King George Street statt.
⢠23. Januar 1950: Beschluss zum Bau eines Regierungs- und eines Parlamentsgebäudes.
1948â1949
⢠14. Mai 1948: Der am 12. April 1948 gebildete Volksrat (hebräisch ××֚ע֜׌֜ת ×Ö¸×˘Ö¸× MĹĘżetzet haĘżAm), das 37-kĂśpfige Ăbergangsparlament des Jischuvs mit Vertretern aller Parteien seiner zuletzt 1944 gewählten Repräsentantenversammlung (Palästina), beschlieĂt und unterzeichnet die israelische Unabhängigkeitserklärung, um den gemäà UN-Teilungsplan fĂźr Palästina vorgesehenen Staat fĂźr Juden zu grĂźnden. Die vom Volksrat gewählte Provisorische Regierung Israels unter David Ben-Gurion tritt zusammen. Dieser verliest im Haus des ehemaligen BĂźrgermeisters Dizengoff in Tel Aviv Ăśffentlich die Unabhängigkeitserklärung, womit er die GrĂźndung Israels bekannt gibt.
⢠15. Mai 1948: Die Mitglieder des Volksrates kĂśnnen nicht zusammenkommen, von der Abhaltung landesweiter Wahlen ganz zu schweigen, denn die Armeen von Ăgypten, Irak, Libanon, Syrien und Transjordanien marschieren ein, um Israel zu beseitigen. Im so begonnenen Krieg um Israels Unabhängigkeit zerlegen die Invasoren Israel anfangs in getrennte Landesteile, viele israelische Zivilisten fliehen aus ihren umkämpften Wohnorten in gehaltene Orte. SchlieĂlich kann Israel seine Unabhängigkeit und ein geschlossenes Gebiet behaupten und schlieĂt die Waffenstillstandsabkommen von 1949 mit vieren der fĂźnf Angreifer, das erste am 24. Januar mit Ăgypten, dem stärksten Gegner, das letzte am 20. Juli mit Syrien.
⢠25. Januar 1949: Unverzßglich mit der Waffenruhe wählen die Israelis ihre Grßndungsversammlung (nach franzÜsischem Beispiel Konstituante Versammlung genannt).
⢠14. Februar 1949: Die Konstituante tritt in Jerusalem unter Vorsitz des Präsidenten des provisorischen Staatsrates, Chaim Weizmann, zusammen und wählt ihren ersten Parlamentspräsidenten Josef Sprinzak.
⢠16. Februar 1949: Die Mitglieder der Konstituanten beschlieĂen das Ăbergangsgesetz. Aus der Konstituanten Versammlung wird kĂźnftig die Knesset. Die Mitglieder wählen Chaim Weizmann zum ersten Staatspräsidenten Israels.
⢠17. Februar 1949: ErÜffnung der 1. Knesset durch Präsident Chaim Weizmann.
⢠26. April 1949: Die Mitglieder der Knesset beschlieĂen Gesetze Ăźber die Einwanderung, eine Sparpolitik und Ăźber die Rationierung von MangelgĂźtern zur Bedienung von GrundbedĂźrfnissen.
⢠16. August 1949: Sondersitzung aus Anlass der Umbettung der sterblichen Ăberreste Theodor Herzls aus Wien auf den Herzlberg in Jerusalem.
⢠5. Dezember 1949: Die Mitglieder der Knesset erklären den israelischen Teil Jerusalems zum integralen und untrennbaren Bestandteil des Staats Israel als Reaktion auf den Vorschlag der UN, die Stadt wie im UN-Teilungsplan fßr Palästina vorgesehen nun doch noch als corpus separatum zu internationalisieren.
⢠26. Dezember 1949: 1. Sitzung der Knesset im Haus der Nationalen Institutionen in Jerusalem.
Siehe auch
Weblinks
Commons
: Knesset
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Knesset
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Die Knesset. offizielle Website. In: knesset.gov.il. Abgerufen am 20. Dezember 2018. (hebräisch, englisch, arabisch, russisch)
⢠Sandro Serafin: Erste Knesset-Wahlen vor 75 Jahren. Ein Feiertag fßr das Volk Israel. In: Israelnetz, 25. Januar 2024, abgerufen: 18. Februar 2024.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Knesset passes governance laws; electoral threshold raised, 11. März 2014, abgerufen am 24. Mai 2021.
cite-note-22. â Knesset â Lexicon of Terms: The Distribution of Knesset Seats Among the Lists â the Bader-Offer <sic!> Method, abgerufen am 24. Mai 2021.
cite-note-33. â All Knesset Speakers. In: knesset.gov.il. Abgerufen am 20. Dezember 2018 (englisch).
cite-note-41. Jair Levin zum Knessetsprecher gewählt. In: Israelnetz.de. Abgerufen am 18. Mai 2020.
cite-note-52. Israels Premierminister Netanjahu abgelĂśst. FAZ, 13. Juni 2021, abgerufen am 13. Juni 2021.
cite-note-63. Likudâs Amir Ohana becomes Israelâs first openly gay Knesset speaker. Times of Israel, 29. Dezember 2022, abgerufen am 30. Dezember 2022 (englisch).
cite-note-77. â Lily Galili: Defacement in Jerusalem Monastery Threatens Diplomatic Crisis. In: Haaretz.com. 8. Oktober 2006, abgerufen am 20. Dezember 2018 (englisch).
cite-note-88. â The full story of the Knesset building. Abgerufen am 19. Juli 2015 (englisch).
cite-note-99. â Green Knesset. Abgerufen am 19. Juli 2025 (englisch).
cite-note-1010. â Newsletter der Botschaft des Staates Israel vom 23. März 2015
cite-note-1111. â Froumine House. Abgerufen am 19. Juli 2025 (englisch).
cite-note-1313. â Israel steht schon wieder vor Neuwahlen. In: tagesschau.de. 23. Dezember 2020, abgerufen am 27. Dezember 2020.
cite-note-1414. â Raoul Wootliff: Israel calls 4th election in 2 years as Netanyahu-Gantz coalition collapses. In: The Times of Israel. 23. Dezember 2020, abgerufen am 27. Dezember 2020 (englisch).
31.77669444444435.205194444444coordinatesKoordinaten: 31° 46Ⲡ36,1ⳠN, 35° 12Ⲡ18,7ⳠO